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Fälle aus der Praxis

pro-aere-Gönner haben ein Recht auf eine kostenlose Erstberatung. Im Folgenden einige Fallbeispiele aus unserer täglichen Arbeit:

Rauch im Büro
Isabelle Z. arbeitet als Buchhalterin in einer Treuhandgesellschaft. Der Chef ist der Chef, und der Chef raucht, wann und wo er will. Meint er. Auch im Büro von Frau Z. Das neue Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen, das ihm Isabelle Z. vorlegt, tut er als «beschriebenes Papier» ab, das in seinem Unternehmen nicht gelte. Frau Z. will nicht krank werden und sich ducken. Sie wehrt sich, und nach ein paar Tagen erhält der Chef weiteres «beschriebenes Papier»: pro aere teilt ihm mit, sie sei gerne bereit, den Fall gerichtlich beurteilen zu lassen, sie berate ihn aber auch gerne bei der Umsetzung des Bundesgesetzes in seinem Unternehmen. Der Chef erinnert sich daran, dass er Unternehmer ist und keine Zeit fürs Gericht hat – er erklärt sein Unternehmen gesetzeskonform zum rauchfreien Unternehmen.

Ein süchtiger Schlaumeier
Willy B. ist Lehrmeister. Und Süchtiger. Ausserdem meint er, er sei schlau. Weil er in seinem Büro rücksichtslos rauchen will, obwohl dort auch eine Lehrtochter arbeitet, findet er ein besonders schlaues Argument: Die Lehrtochter habe keinen Arbeitsvertrag, sondern einen Lehrvertrag, somit arbeite sie an einer Lehrstelle, nicht an einem Arbeitsplatz und habe also kein Recht auf eine rauchfreie Umgebung. Die Diskussion mit Willy B. dauert nur wenige Minuten: pro aere teilt ihm mit, sie freue sich auf eine Gerichtsverhandlung. Und Willy B. ist dann für einmal wirklich schlau - er raucht jetzt nur noch auf der Terrasse vor dem Büro.

Neugieriger Nationalrat
Ein Nationalrat einer grossen Partei erhält zum wiederholten Mal dicke (Glanzpapier)post eines Tabakunternehmens. Er überfliegt sie und wird neugierig: Ist die Tabakindustrie für die Schweizer Wirtschaft wirklich so wichtig? Nimmt sie ihre Verantwortung wirklich so genau wahr? Wirbt sie wirklich keine Jugendlichen Neuraucher an? Der Nationalrat beschliesst, auch die andere Seite anzuhören: Er trifft sich mit einem pro-aere-Vertreter und lässt sich Zahlen und weitere Fakten zeigen. Nun kennt er unter anderem die Geschichte des Genfer Medizinprofessors Ragnar Rylander, der im Auftrag einer Zigarettenfirma Daten manipuliert hat - und er weiss jetzt, welches «Vertrauen» er in die Papiere der Tabakindustrie haben kann...

Rauch im Hotel
Der Chef des Hotels auf dem Land wähnt sich weit weg von der nächsten Behörde. Er lässt seine Kunden weiterhin in der Gaststube rauchen, die Türen zu den anderen Räumen stehen offen, und wer etwas trinken will, muss sich in den verrauchten Raum setzen. Ein Kunde macht den Wirt auf die Verletzung des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen aufmerksam – und wird darauf aus dem Haus gewiesen. Das lässt sich der Kunde nicht gefallen. Er ist der Ansicht, Gesetze seien für alle gültig. Er beschafft sich von der pro-aere-Website den Musterbrief für eine Anzeige, ergänzt die Vorlage und sendet den Brief an den Gemeinderat, um den uneinsichtigen Wirte anzuzeigen.

Rauchender Lehrer
Der 14-jährige Sohn von Rolf B. ist beim Rauchen auf dem Pausenplatz erwischt und von einem Lehrer zur Rede gestellt worden. Rolf B. schätzt diesen Einsatz. Er findet aber, der betreffende Lehrer hätte das nicht mit einer glimmenden Zigarette in den Händen tun sollen... Offenbar ist es an jener Schule gang und gäbe, dass Lehrer ihre Pausenaufsicht rauchend versehen und gelegentlich die Lektionen unterbrechen, um im Gang zu rauchen. Als pro aere interveniert, zeigt die Schulpflege ihrer Lehrerschaft, wie man mit dem guten Beispiel vorangeht: Das ganze Schulgelände wird rauchfrei.

Rauch in der Wohnung
Familie Bruna und Severin H. leben mit ihren zwei Kleinkindern in einer Mietwohnung im zweiten Stock. Unter ihnen wohnt ein Mann, der seine Nächte rauchend vor dem PC verbringt. Weil er es in der geschlossenen Wohnung nicht aushält, lässt er seinen Rauch durchs Fenster nach oben in die Wohnung von Familie H. und oft auch über die Wohnungstür ins Treppenhaus entweichen. Gespräche fruchten nichts. Er meint, er dürfe «in seiner Wohnung tun, was er wolle». Er irrt, wie er recht bald lernen muss: Hinter seiner Wohnungstür endet seine Pflicht zur Rücksichtnahme nicht. Nachdem pro aere dem Vermieter klar gemacht hat, dass er mit einem Verfahren zur Mietzinsminderung wegen der mangelhaften Qualität der Wohnung von Familie H. rechnen muss, hat der Vermieter den rauchenden PC-Liebhaber angewiesen, seine Nachbarschaft vor seinem Rauch unter allen Umständen zu verschonen.

Verrauchtes Restaurant
In einem Restaurant mit vier Gasträumen wird kein abgetrennter rauchfreie Raum angeboten, was einen Gast zu einer Reklamation bewegt. Es zeigt sich, dass der Wirt vor Umsatzeinbussen Angst hat: Lieber verletzt er das Bundesgesetz für den Schutz vor Passivrauchen, als angeblich weniger zu verdienen. Man hat ihm stets gesagt, Restaurants mit rauchfreien Räumen seien weniger attraktiv. pro aere zeigt dem Wirt die Hintergründe der Propaganda des Wirteverbandes – und die Konsequenzen bis zum Patententzug, wenn er das Gesetz weiterhin verletzt. Der Wirt erklärt seinen Betrieb zum rauchfreien Gasthof – und der ist auf Anhieb beliebt und bringt ihm wie von pro aere vorausgesagt Mehrertrag.

Darf die Firma rauchfrei werden?
Die Firma U. AG möchte als modernes, sauberes Unternehmen gesehen werden. Dazu passt nicht, dass vor dem Eingang, in Einzelbüros und auf dem Weg zu Kunden geraucht wird. Die Geschäftsleitung erkundigt sich bei pro aere, ob es ihr erlaubt ist zu verfügen, dass ihre Mitarbeiter ihre Arbeit und ihre (bezahlten) Pausen rauchfrei verbringen. pro aere bestätigt mit den entsprechenden juristischen Erläuterungen: U. AG kann anordnen, dass ihre Mitarbeiter rauchfrei auftreten – im Unternehmen und ausserhalb des Unternehmens, wenn sie im Auftrag ihrer Firma unterwegs sind.

Weitere Fälle folgen... vielleicht Ihrer?

pro aere ist die grösste schweizerische Stiftung für Passivraucherschutz und für Tabakprävention bei Kindern und Jugendlichen. pro aere, gegründet 1977 als SAN (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Nichtrauchen), ist gemeinnützig sowie politisch und konfessionell unabhängig.

Wenn auch Ihnen an rauchfreier Luft gelegen ist oder wenn Sie Unterstützung suchen, werden Sie jetzt Gönner von pro aere.